Refluxchirurgie Wien | Reflux Operation vom Spezialisten aus Wien
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Was versteht man unter Reflux?
Viele kennen es: dieses unangenehme Gefühl und den Schmerz hinter dem Brustbein bzw. das klassische „Sodbrennen“. Leider sind dies erste Anzeichen dafür, dass Sie unter Reflux leiden.
Unter Reflux versteht man das Aufsteigen bzw. den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Im Gesunden schützt ein komplexes Muskelsystem vor Reflux, da die Schleimhaut der Speiseröhre keinen ausreichenden Schutz gegen Magensäure bietet. Reflux wird als unangenehmes bis stark schmerzhaftes Brennen im Brustbereich, in manchen Fällen bis zum Kehlkopf wahrgenommen, allgemein bekannt als Sodbrennen. Gelegentliches Sodbrennen ist unproblematisch, sollte es aber mehrmals wöchentlich bis täglich auftreten spricht man von Refluxkrankheit (GERD: gastroesophageal reflux disease). Bei Verdacht auf GERD muss eine entsprechende Diagnostik durchgeführt werden, da entzündliche Veränderungen in der Speiseröhre entstehen können.
Was sind Ursachen für Reflux?
- Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
- Übergewicht (Adipositas)
- Nikotin
- Zucker- und fettreiche Kost
- Alkohol
- Schwangerschaft
- bestimmte Medikamente
Was ist ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie)?
Das Zwerchfell ist der große Atemmuskel. Die Speiseröhre durchdringt das Zwerchfell bevor sie in den Magen einmündet. Im Gesunden umschließt das Zwerchfell die Speiseröhre und hält den Übergang zwischen Speisröhre und Magen in Position. Der Schließmuskel der Speiseröhre und die Muskulatur des Zwerchfells arbeiten zusammen um einerseits die Passage des Speisebreis zu koordinieren, andererseits gewährleistet das Zusammenspiel der beiden Muskelsysteme den dichten Verschluss der Speiseröhre gegen den Magen um Reflux zu verhindern.
Bei einem Zwerchfellbruch weichen die Muskelfasern des Zwerchfells im Bereich der Speiseröhre auseinander (Zwerchfellhernie oder Hiatushernie) und die Fixierung geht verloren. Dadurch zieht die Speiseröhre einen Teil des Magens in den Brustraum. Wieviel Magen hochgezogen wird definiert die Grösse des Bruches.
Folge des Zwerchfellbruchs ist die Trennung der Muskelsysteme von Speiseröhre und Zwerchfell, die Funktionsfähigkeit des Verschluss-Systems gegen den Mageninhalt ist beeinträchtigt. Die Zwerchfellöffnung (Hiatus) ist so nicht mehr 100%ig funktionsfähig und zu weit geöffnet, sodass Reflux entsteht.
Welche Symptome bei Refluxerkrankung und Zwerchfellbruch?
- Sodbrennen ist das häufigste und bekannteste Symptom
- Schmerzen im Brustbereich
- unkontrolliertes, häufiges und oftmals quälendes Aufstoßen
- bei großen Brüchen kann es vor allem beim Bücken zu Aufstoßen von unverdauter Nahrung kommen (Regurgitation)
- Schluckbeschwerden
- Heiserkeit, Räusperzwang durch Entzündung des Rachens (Laryngitis gastrica)
- Husten bis Asthma durch Reizung der Atemwege
- Zahnprobleme
- bitterer oder salziger Geschmack im Mund
Welche Komplikationen können bei Reflux auftreten?
- Entzündungen im Bereich der Speiseröhre: Im Gegensatz zur Schleimhaut des Magens ist die Schleimhaut der Speiseröhre keine effektive Barriere gegen die Säuren des Magensaftes. Wird die Speiseröhre über die Norm saurem Reflux ausgesetzt, entstehen schmerzhafte Entzündunsareale. Je nach Ausbreitung in Breite und Länge kann man 4 Stadien der Entzündung durch Reflux (erosive Refluxösophagitis) unterscheiden.
- bei ausgeprägter Entzündung kann es zu Geschwüren (Ulkus) kommen.
- durch narbige Abheilung der Entzündung können Verengungen, sogenannte Strikturen entstehen (Schatzki-Ring). Schluckstörungen können die Folge sein.
- bei lange bestehendem Reflux kann es zu einer Umwandlung der Speiseröhrenschleimhaut zu spezialisierten Zellen kommen (Barrett-Mukosa). Leider handelt es sich bei dieser Form der Spezialisierung um keine positive Entwicklung. Die Barrett-Mukosa kann bei fortbestehender Entzündung entarten, das bedeutet ein geringes aber doch vorhandenes Risiko für die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom).
Wie wird Reflux diagnostiziert?
Wer ist der beste Arzt für die Behandlung der Reflux Krankheit?
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Die Diagnose von Reflux
Einige Verfahren unterstützen die Behandlung von Reflux, darunter:
Magenspiegelung (Gastroskopie)
Bei der endoskopischen Untersuchung von Speiseröhre und Magen kann ein Zwerchfellbruch und dessen Grösse diagnostiziert werden. Desweiteren wird die Speiseröhre auf Entzüngszeichen untersucht, Proben werden entnommen um eine Barrett-Mukosa auszuschliessen. Die Untersuchung wird – ausser auf Wunsch – in Sedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt.
Videokinematographie
Der Röntgen-Schluckakt kann wertvolle Hinweise über die Funktionsfähigkeit der Speiseröhre und den Schliessmechanismus gegen den Magen, sowie über Art und Grösse des Zwerchfellbruchs liefern. Dazu wird ein Kontrastmittel getrunken, der Schluckvorgang dabei unter Röntgendurchleuchtung untersucht.
pH-Metrie
Hierbei wird der pH-Wert in der Speiseröhre gemessen. Mit dieser Untersuchung kann ein die Norm überschreitendes Vorhandensein von Säure in der Speiseröhre festgestellt werden. Es gibt zwei Messmethoden: Bei der herkömmlichen Impedanz-pH-Metrie wird eine feine Sonde über die Nase in die Speiseröhre eingeführt, diese misst an mehreren Messpunkten 24 Stunden lang den pH-Wert. Vorteil dieser Untersuchung ist, daß auch nichtsaure Refluxe erfasst werden. Allerdings wird die für 24 Stunden in der Nase verbleibende Sonde von vielen Patienten als unangenehm empfunden. Alternativ dazu kann die Bravo-Kapsel eingesetzt werden. Es wird endoskopisch eine ca 5mm grosse Kapsel an der Schleimhaut der Speiseröhre befestigt. Das Verfahren erfolgt in Sedierung. Die Kapsel verbleibt für ca 72 Stunden und überträgt die Messeregebnisse in Echtzeit kabellos. Nach 72 Stunden löst sich die Kapsel von selbst und wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Vorteil der Untersuchung sind die kabellose Übertragung, die Schmerzfreiheit und der längere Messzeitraum. Nicht saure Refluxe können damit nicht detekiert werden.
Manometrie:
In manchen Fällen ist die Messung der Kontraktionskraft der Speiseröhre notwendig. Das kann sein um Krankheiten der Speiseröhre (Achalasie) auszuschliessen, oder um die sichere Durchführbarkeit spezieller Operationsmethoden (zB. LINX-MSA) zu gewährleisten. Auch für diese Untersuchung wird eine Messsonde über die Nase eingeführt. Allerdings wird sie nach 10 Wasserschlucken wieder entfernt.
Was kann ich selbst gegen Reflux tun?
- Vermeiden von Nahrungsmitteln oder Substanzen die Reflux begünstigen. Zusammenfassend: vieles was schmeckt oder Spass macht - Alkohol, Zucker, fettreiche Kost und Nikotin lösen Reflux aus.
- Die letzte Mahlzeit sollte mehrere Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Durch den geringeren Innendruck im Magen kommt es seltener zu Reflux in Rückenlage.
- Oft hilft es den Oberkörper hochzulagern, also nicht flach am Rücken liegend zu schlafen.
- Gewichtsreduktion. Übergewicht kann durch den hohen Druck im Bauchraum Reflux verursachen.
Welche Therapien gibt es bei Reflux und Zwerchfellbruch?
1. Anpassung des Lebensstils
Ernährungsumstellung, Nikotinkarenz, Gewichtsreduktion – siehe „Was kann ich selbst gegen Reflux tun?“
2. Medikamentöse Therapie
In vielen Fällen wird zuerst mit einer medikamentösen Probetherapie für 2-3 Monate begonnen.
- Säureblocker: heute kommen hauptsächlich Protonenpumpeninhibitoren (PPI) zum Einsatz. Sie blockieren effizient ein Enzym der Magensäure-produzierenden Zellen und heben somit den pH-Wert des Magensaftes. Es kommt zwar weiterhin zum Aufsteigenden von Magensaft, der greift aber nun die Speiseröhrenschleimhaut weniger an.
- Alginate: Präparate die sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhaut legen und oft mit PPI kombiniert eingesetzt werden.
- Antazida und H2-Blocker: kommen heutzutage kaum zum Einsatz, sind oft auch nur schwer verfügbar.
3. Operative Therapie
Sollte es trotz medikamentöser Therapie zu keiner ausreichenden Symptomlinderung kommen, oder liegen andere Gründe vor die gegen eine medikamentöse Therapie sprechen (grosser Zwerchfellbruch, Barrett-Mukosa, Medikamenten-Unveträglichkeit,…), muss eine operative Therapie in Betracht gezogen werden.
Alle beschriebenen Operationen werden von mir laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie, minimal-inavasiv) oder robotisch assistiert durchgeführt um das Operationstrauma so gering wie möglich zu halten.
Fundoplikation (Fundoplicatio)
Die am häufigsten eingesetzte Operationsmethode bei Reflux. Es wird zunächst der Zwerchfellbruch dargestellt und die Speiseröhre im Brustraum mobilisiert. Damit wird der nach oben verrutschte Übergang zwischen Speiseröhre und Magen (ösophagogastraler Übergang, engl. esophagogastric junction, EGJ) in die übliche Lage repositioniert. Die auseinandergewichenen Muskelfasern des Zwerchfells werden vernäht, sodass die Speiseröhre wieder vom Zwerchfell umschlossen wird. Bei grösseren Brüchen wird die Naht zusätzlich mit einem Kunststoffnetz verstärkt. Nun wird ein Teil des Magens (der sog. Fundus) wie eine Manschette um den unteren Anteil der Speiseröhre gelegt, Herstellung des Fundoplikats. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: die Manschette umschliesst die Speiseröhre komplett (360° Fundoplikat nach Nissen) oder inkomplett, das bedeutet ein Teil der vorderen Speiseröhre bleibt frei (270° Fundoplikat nach Toupet). Welche Methode angewandt wird ergibt sich aus den präoperativ durchgeführten Untersuchungen. Das Fundoplikat wirkt als Ventil und soll das Aufsteigen von Mageninhalt verhindern. Diese Operationsmethode bietet gute bis sehr gute postoperative Ergebnisse mit geringer Komplikationsrate. Nachteile können Schwierigkeiten beim Aufstossen und Erbrechen, sowie vemehrte Blähungen sein.
Fundophrenikopexie
hierbei wir auf die Manschette, das Fundoplikat verzichtet. Der obere Magenanteil wird nach Verschluss der Hernie mit einer Naht am Zwerchfell fixiert. Meist wird diese Methode bei älteren Patienten (über 70 Jahre) und Patienten mit grossen Brüchen und fehlender Refluxsymptomatik angewendet.
Fundoplikation (Fundoplicatio)
Die am häufigsten eingesetzte Operationsmethode bei Reflux. Es wird zunächst der Zwerchfellbruch dargestellt und die Speiseröhre im Brustraum mobilisiert. Damit wird der nach oben verrutschte Übergang zwischen Speiseröhre und Magen (ösophagogastraler Übergang, engl. esophagogastric junction, EGJ) in die übliche Lage repositioniert. Die auseinandergewichenen Muskelfasern des Zwerchfells werden vernäht, sodass die Speiseröhre wieder vom Zwerchfell umschlossen wird. Bei grösseren Brüchen wird die Naht zusätzlich mit einem Kunststoffnetz verstärkt. Nun wird ein Teil des Magens (der sog. Fundus) wie eine Manschette um den unteren Anteil der Speiseröhre gelegt, Herstellung des Fundoplikats. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: die Manschette umschliesst die Speiseröhre komplett (360° Fundoplikat nach Nissen) oder inkomplett, das bedeutet ein Teil der vorderen Speiseröhre bleibt frei (270° Fundoplikat nach Toupet). Welche Methode angewandt wird ergibt sich aus den präoperativ durchgeführten Untersuchungen. Das Fundoplikat wirkt als Ventil und soll das Aufsteigen von Mageninhalt verhindern. Diese Operationsmethode bietet gute bis sehr gute postoperative Ergebnisse mit geringer Komplikationsrate. Nachteile können Schwierigkeiten beim Aufstossen und Erbrechen, sowie vemehrte Blähungen sein.
LINX-MSA
Beim sogenannten LINX Ring handelt es sich um eine ringförmige Struktur, bestehend aus magnetischen Titanelementen die wie bei einer Perlenkette auf einem Draht aufgefädelt sind. Dieser Ring wird zur Verstärkung des unteren Speiseröhrenschliessmuskels operativ über denselben positioniert (LINX-MSA: Magnetic-Sphincter-Augmentation). Durch den Magnetismus verschliesst das Ringsystem die Speiseröhre gegen den Mageninhalt – bis Speisebrei die Perlen auseinanderdrückt. Auch erhöhter Druck im Magen kann den magnetischen Verschluss aufheben, Aufstossen und Erbrechen bleiben auch nach der Operation gewährleistet. Vorteil der Methode sind das geringe Operationstrauma und das dynamische Ansprechen des Systems. Als Nachteil kann man das Einbringen eines Fremdkörpers ansehen. Durch Narbenprozesse um den LINX-Ring kommt es fast regelhaft in den ersten 2-4 Wochen zu Schluckbeschwerden (Dysphagie). Durch richtige Verhaltensmassnahmen bilden sich diese jedoch vollständig zurück.
Bariatrische Operation, Gastric-Bypass
Bei Reflux in Zusammenhang mit krankhaftem Übergewicht (Adipositas) kann eine Übergewichtsoperation notwendig sein. Ob ein solcher Eingriff in Frage kommt und eine Kostenübernahme von der Krankenkasse gewährleistet wird, muss im Vorfeld evaluiert werden.